Wer sind wir und warum machen wir diese Aktion?

Wir sind leidenschaftliche Distanzreiter/-fahrer und im realen Leben auf der langen Strecke unterwegs. Unser aller Stallalltag ist in den Zeiten der Corona-Krise auf ein 2-Stunden-Zeitfenster geschrumpft. Wir vermissen das Training sehr.

Darüber hinaus veranstalten wir seit einigen Jahren die Distanzritte “Mut zur Strecke”, die sich vornehmlich an Einsteiger oder junge Pferde richten. Auch die Distanzritte vermissen wir.

In unseren Trainingstagebüchern sammeln sich also zur Zeit viele kurze Ritteinheiten, die sich aber in der Summe trotzdem sehen lassen können. Die Teilnahme an einer virtuellen Challenge in den USA inspirierte uns dann, selbst eine Herausforderung auszuschreiben.

Wir wollen mit unserer Aktion Mut machen. Für die Strecke, für den Alltag und für neue Ziele. Wir wünschen uns dabei einen Zusammenhalt und Respekt für die Leistung aller Teilnehmenden – unabhängig davon, wie der Weg zum Ziel gestaltet wird.

Jeder kann sich die Herausforderung für sich suchen, die er möchte. Unser Ergebnissystem ist komplett auf Vertrauen aufgebaut. Habt Freude mit euren Pferden und setzt euch selbst ein Motivationsziel!

Mut zur Strecke. Mut zum Miteinander. Mut zu Respekt.

Interview mit Christina Hyke – Mentorin & Initiatorin WARHORSE Challenge USA

1) Warum hast Du die 100 Mile Challenge ins Leben gerufen?

2017 habe ich mit dem Laufen begonnen, ich bin langsam, aber ich tue es, um Stress loszuwerden und im Alter stark zu bleiben. Mein Mann und meine Kinder laufen mit mir. In 2020 hatten wir eine Reihe von Läufen geplant und als Höhepunkt einen Trail-Halbmarathon. All das Training und das Planen half uns auch in den langen Wisconsin Wintern motiviert zu bleiben. Nun fielen die Läufe durch die weltweite Corona-Pandemie ins Wasser. Wir als Läufer konnten uns auf virtuelle Läufe als Familie konzentrieren. Dann dachte ich an all die Ritte, die für dieses Jahr im Distanzreiten geplant und nun ebenfalls nicht mehr möglich waren. Dieser Gedanke brachte mich dazu, etwas Positives zu erschaffen, auf das sich die Reiter und Fahrer konzentrieren können. Und so war die WARHORSE 100 Mile Challenge geboren.

2) Was ist der wichtigste Aspekt der Herausforderung während der Corona-Krise?

Das Wichtigste für mich ist, den Reitern und Fahrern etwas zu geben, auf das sie sich konzentrieren können und positive Energie in die Welt zu bringen. Ich glaube, wir haben genau das für die über 700 Reiter und Fahrer getan, welche wunderschöne Bilder auf Facebook posten.

3) Welche Geschichten der Teilnehmer haben Dich besonders berührt?

Eine der schönsten Sachen, die mich so glücklich gemacht haben, ist zu sehen wie die Reiter, Läufer und Fahrer ihre alten, pensionierten Pferdefreunde “entstauben” und gemeinsam ein neues frisches Abenteuer beginnen. Das berührt mich tief in meinem Herzen.

4) Was rätst Du uns für die Mut zur Strecke Herausforderung?

Ich rate euch, diese Herausforderung mit einem langen Zeitfenster und somit kein „Rennen“ auszuschreiben – für die Sicherheit und Gesundheit der Pferde. Setzt euch nachdrücklich dafür ein, dass ein langsames Bestreiten der Strecke nicht nur akzeptiert wird, sondern auch unterstützt wird! Und bleibt als Organisatoren immer positiv und optimistisch!

Christina, wir danken Dir für Deine Inspiration und Unterstützung. Die Liebe zu den Pferden überwindet alle Grenzen.